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Hier finden Sie einen Artikel aus unserem aktuellen Jahresbericht zum 110. Geburtstag von Freya von Moltke.

Als Ehefrau von Helmuth James von Moltke organisierte sie die Treffen des Kreisauer Kreises auf dem Familiengut der Moltkes und unterstützte ihren Mann bei seinen Aktivitäten. Ihrem Engagement nach dem Krieg ist es zu verdanken, dass das Vermächtnis der Kreisauer erhalten und in die Welt getragen wurde, unter anderem durch Publikationen und ihre Unterstützung des Anliegens, in Kreisau eine Jugendbegegnungsstätte zu errichten.

Freya von Moltke starb am 1. Januar 2010 in den USA. Bis zuletzt engagierte sie sich für das Andenken an den Kreisauer Kreis und dessen Botschaft und führte ihr Leben im Geiste der Widerstandsgruppe, wie Fritz Delp, Neffe des Kreisauers Alfred Delp, in seiner Rede beim Gedenkgottesdienst zu ihrem Tod betonte:

„Diese Haltung war es auch, die Freya lebte. Alles, was ich von ihr weiß, was wir über sie nachlesen können oder in persönlichen Begegnungen mit ihr erlebt haben, war dieses sich Verwickeln lassen ins Menschsein, sich einlassen auf andere Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit von Herkunft, Bildung und Tradition. Mit ihnen nach Wegen suchen, die gemeinsam zum Ziel führen; die keinen zurücklassen; die einen Konsens bilden, der kein billiger Kompromiss ist, sondern sich der Mühe des Einlassens auf den anderen unterzieht. Dieser Weg war der Weg des Kreisauer Kreises, dieser Weg war der Weg, der nach dem Krieg von Freya weiter beschritten wurde, um auf das Vermächtnis des Widerstandes aufmerksam zu machen und dieser Weg ist der Weg im neuen Kreisau. Freya ist diesen Weg konsequent gegangen. Auf diesem Weg hat sich ihr Schmerz in Hoffnung verwandelt und die Hoffnung in Tun des von ihr als richtig erkannten. Freya war eine außerordentliche Frau, die an ihrem Schicksal nicht verzweifelt ist, sondern mit großer Kraft und beeindruckender Haltung im Leben stand und uns auf authentische Weise die Erlebnisse und Erfahrungen ihrer Zeit so glaubwürdig vermitteln konnte.“

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