Anita Lasker-Wallfisch erhält den Deutschen Nationalpreis

Anita Lasker-Wallfisch wird von der Deutschen Nationalstiftung mit dem Nationalpreis für ihr unermüdliches Engagement gegen Antisemitismus geehrt. Die in Breslau geborene und heute in England lebende Holocaust-Überlebende reist seit den 1990er Jahren immer wieder nach Deutschland, um über die fatalen Konsequenzen von Hass und Intoleranz aufzuklären. In der Zeit des Nationalsozialismus musste sie Gefangenschaft, Zwangsarbeit, Flucht und die Hölle von Auschwitz und Bergen-Belsen erleben. Dort spielte sie Cello, um ihr Überleben zu sichern. „Das Cello rettete mein Leben“, sagte sie später.

Nach der Befreiung emigrierte Lasker-Wallfisch nach Großbritannien, wo sie das English Chamber Orchestra mitbegründete, in dem sie bis zur Jahrtausendwende spielte. Mit ihrem festen Vorsatz, nie wieder deutschen Boden zu betreten, brach sie erst Ende der 80er Jahre. Heute kehrt sie regelmäßig nach Deutschland zurück. Sie zählt zu den langjährigen Unterestützerinnen des Neuen Kreisau und ist der Freya von Moltke-Stiftung als Kuratoriumsmitglied verbunden.

In ihrer Dankesrede zur Verleihung des Nationalpreises sprach Lasker-Wallfisch über den alten und den neuen Antisemitismus, die vergiftende Wirkung von Hass - und über die Hoffnung. Ihre Erfahrungen mit der jungen Generation stimmen sie trotz allem optimistisch: „Man soll die Hoffnung nicht aufgeben.“

 

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