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Trailer zum Film "Geschichte einer Liebe - Freya"

Offizieller Kinostart: 6. April 2017 - Hier geht es zum Trailer

Freya von Moltke kam 1911 in der Bankiersfamilie Deichmann in Köln zur Welt. Im Sommer 1929, mit 18 Jahren, lernte sie Helmuth James von Moltke kennen: „Ich sah ihn und mein Herz stand still." Er wurde die Liebe ihres Lebens. Die beiden sahen mit an, wie die Nationalsozialisten Europa in einen Krieg stürzten und beschlossen 1940 - Hitler befand sich auf dem Höhepunkt seiner Macht - in den Widerstand zu gehen. Zusammen mit Peter und Marion Yorck von Wartenburg bildeten die Moltkes den Kern des Kreisauer Kreises, der sich auf die Zeit nach Hitler vorbereitete. Auf dem Gut der Familie von Moltke im schlesischen Kreisau organisierte Freya drei Treffen des Kreisauer Kreises, bei denen Entwürfe für ein demokratisches, geeintes Europa nach dem Fall des Nationalsozialismus erarbeitet wurden.

Nach dem missglückten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde Helmuth James von Moltke, der seit Januar 1944 inhaftiert war, in das Gefängnis Tegel verlegt. Die Zeit vor dem Prozess und der Hinrichtung bildete den dramatischen Höhepunkt der Beziehung zwischen ihm und seiner Frau. Es war eine Zeit zwischen Hoffnung und Abschied. Jeder Tag konnte der letzte sein. Fast täglich schrieben sich die beiden Briefe, die von dem Gefängnispfarrer Harald Poelchau geschmuggelt wurden. Diese Liebe im Widerstand endete auch nicht mit der Hinrichtung Helmuth James von Moltkes am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee.

Der Dokumentarfilm erzählt diese Geschichte aus der Perspektive von Freya von Moltke.

Im Mittelpunkt des Films stehen bisher unveröffentlichte Gespräche, die die beiden Filmemacher Antje Starost und Hans Helmut Grotjahn mit Freya von Moltke 2001 in Vermont aufgenommen haben. Erstmalig werden darüber hinaus Auszüge aus dem Briefwechsel zwischen Freya und Helmuth James filmisch adaptiert. Nina Hoss und Ulrich Matthes leihen den Autoren der Briefe ihre Stimmen. Diese sehr persönliche Korrespondenz ist ein einmaliges Zeugnis der Zeitgeschichte, das noch intensiver wirkt, wenn man die 90-jährige Freya vital und ausdrucksstark mit ihrem rheinischen Humor auf der Leinwand erlebt.

 

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