Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen
Am 24. Oktober 2009 wurde in Braunschweig der Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen verliehen. Unter den Preisträgern waren die Stiftung Kreisau für europäische Verständigung und die Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau. Die Jury würdigte damit die internationale Jugendarbeit in Kreisau und all diejenigen, die diese unterstützen.
Der Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen wird seit 1977 verliehen. Er ist getragen von dem Gedanken der Verständigung und Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen. Er wird jährlich an zwei herausragende Persönlichkeiten verliehen, die sich um - im breitesten Sinne verstandene – Kultur in Schlesien verdient gemacht haben. Darüber hinaus wird ein Sonderpreis an Institutionen vergeben, die hier einen besonderen Beitrag vorzuweisen haben.
Annemarie Franke, Vorstandsmitglied der Stiftung Kreisau, und Dr. Agnieszka von Zanthier, Geschäftsführerin der Freya von Moltke-Stiftung, nahmen den diesjährigen Sonderpreis entgegen. In ihrer Dankesrede sagte Agnieszka von Zanthier: „Wir, die Freya von Moltke-Stiftung, freuen uns, dass mit unserer Stiftung jener Teil der Zivilgesellschaft stellvertretend gewürdigt wird, der in den letzten 20 Jahren für Kreisau Sorge getragen hat. Ohne die vielen, in Polen und Deutschland engagierten Menschen, gäbe es das Neue Kreisau nicht.“
Der Preis wurde durch Uwe Schünemann, den Niedersächsischen Minister für Inneres, Sport und Integration, in Gegenwart von Vertretern der Wojewodschaft Niederschlesien verliehen. Die Laudatio hielt Staatssekretär a.D. Reinhard Scheibe.
Wir freuen uns, dass das Engagement der Freunde Kreisaus, die am Aufbau unserer Stiftung für das Neue Kreisau mitwirken, mit diesem renommierten Preis gewürdigt wurde!
Adam-Mickiewicz-Preis
Freya von Moltke erhielt den Adam-Mickiewicz-Preis für Versöhnung und Zusammenarbeit in Europa 2009 für ihre Verdienste. Sie wurde für ihr beispielhaftes Lebenswerk ausgezeichnet welches Maßstäbe setzt, "für die Verwirklichung der Ideale Aussöhnung und Verständigung zwischen den Völkern Europas". Ihr Sohn, Helmuth Caspar von Moltke, nahm den Preis stellvertretend für sie entgegen. Mit ihr wurden der französische Widerstandskämpfer und Botschafter Stéphane Hessel und Professor Dr. Zdzisław Najder, Begründer der Liga für die nationale Unabhängigkeit Polens und Berater der Solidarnośċ-Bewegung, ausgezeichnet.
Die Laudatio zur Verleihung des Adam-Mickiewicz-Preises 2009 an Freya von Moltke, Botschafter Stéphane Hessel und Professor Zdzislaw Najder hielt die frühere Präsidentin des Deutschen Bundestages Professor Dr. Drs.h.c. Rita Süssmuth.
Der Adam Mickiewicz-Preis wird seit 2006 gemeinsam vom Präsidenten des Komitees zur Förderung der deutsch-französisch-polnischen Zusammenarbeit e.V. (‚Weimarer Dreieck’) Prof. Dr. Drs.h.c.Klaus-Heinrich Standke und vom Oberbürgermeister der Stadt Weimar, Stefan Wolf, verliehen. Die ersten Preisträger waren die Gründungsväter des Weimarer Dreiecks, die damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas und Krzysztof Skubiszewski.

- Dr. Agnieszka von Zanthier und Annemarie Franke nehmen den Preis entgegen

- Dr. Jerzy Ilkosz, Annemarie Franke, Rotraud Schöne, Uwe Schünemann und Dr. Agnieszka von Zanthier (v.l.)

- Oberbürgermeister Stefan Wolf, Helmuth Caspar von Moltke, Stéphane Hessel, Professor Zdzislaw Najder, Professor Rita Süssmuth, Professor Klaus-Heinrich Standke (v.l.)
